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Unser vierrädriger Freund 

Unser Bulli Fritz ist ein richtiger Oldtimer!

Genau wie sein Namensgeber, wird auch er uns hoffentlich unbirrt zur Seite stehen. 

Knapp 40 Jahre hat Fritz auf dem Buckel, doch so wie wir ihn gekauft haben, wollten wir ihn nicht in dieses Abenteuer schicken.

Vorher hat er eine ausgiebige Restauration in Eigenarbeit erfahren.

Wie dieser Prozess ablief, zeigen wir euch hier! 

Wie alles begann

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23.06.2024

Als Timo Fritz im April 2018 in Dresden kaufte, befand sich unser Begleiter in einem Zustand, der sich stark von dem unterscheidet, den ihr heute kennt. Vor dem geplanten Umbau unternahmen wir mit Fritz bereits zwei Reisen – in die Niederlande, die Schweiz und nach Italien. Obwohl fast alles funktionstüchtig war und die Reisen gut verliefen, entschieden wir uns wegen des nicht mehr ganz so passablen Zustands für eine Restauration.

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Der Wagen verfügt in seinem Ausbau (Sven Hedin) neben der Fahrerkabine über eine Sitzecke, eine Nasszelle, eine Küchenzeile (inklusive Kühlschrank, Herd und Spülbecken) und ein Bett, das sich aus dem Raum über der Fahrerkabine ausziehen lässt. Zudem sind ein Wasserboiler, eine Bordbatterie und eine Standheizung vorhanden gewesen, alles drei in keinem guten Zustand.

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Nach einer längeren Suche nach einem passenden Ort begann das Projekt im November 2018 mit dem Ausbau der genannten Einrichtung, bis schließlich nur die zum Fahren benötigten Elemente erhalten blieben. Dies ermöglichte die Ausbesserungen an der Grundsubstanz, einschließlich Schweißarbeiten, die wir mangels Fachkenntnissen in externe Hände gaben. Insgesamt nahm dieser Prozess fünf Monate in Anspruch.

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Fritz findet zu seinem Look

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25.09.2024

Bevor Fritz nach den Schweißarbeiten wieder zurück in die Halle konnte, musste diese vollständig mit Folie ausgekleidet werden. War dies geschafft, wurde die gesamte äußere Karosserie sowie der Fahrerraum per Hand abgeschliffen. Um ein sauberes Lackierergebnis zu erzielen, wurde anschließend jeder Zentimeter gründlich entstaubt und entfettet. Zunächst wurde die Fahrerkabine lackiert, um Routine im Prozess zu gewinnen und das Equipment zu testen.

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Danach musste Fritz für seinen zweifarbigen Anstrich in der unteren Hälfte abgeklebt werden, um das obere Segment weiß lackieren zu können. Nach der mehrtägigen Trocknungszeit wurde dieser Vorgang für das untere Segment wiederholt, wodurch Fritz seinen charakteristischen Look erhielt.

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Dieser Prozess wurde auch für alle fünf Türen wiederholt. Zusätzlich wurden die alten Felgen entrostet, entfettet und anschließend in Silber neu lackiert. Für unser Ersatzrad kauften wir eine zusätzliche Felge nach. Dieses Rad befestigten wir, anders als ursprünglich vorgesehen, nicht am Unterboden, sondern entwickelten eine Halterung für die Leiter am Heck.

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Schließlich musste der gesamte Wohnraum von alten Dämmungen, Kleberesten, Staub und Fetten befreit werden, was sich als sehr mühsam herausstellte. Um eine Übertragung von Schwingungen in den Innenraum zu reduzieren, wurde die Karosserie mit Aluminium-Antidröhn-Matten beklebt. Gerade bei einem alten, lauten Auto mit großen zusammenhängenden Blechteilen, die Schwingungen besonders gut übertragen, ist dies ratsam. Danach wurde selbstklebendes Armaflex in verschiedenen Stärken im Innenraum angebracht, das nicht nur als Wärmeisolierung, sondern auch als Dampfsperre dient. Um den Boden zusätzlich zu isolieren, wurden Holzleisten als Bodenträger eingesetzt.

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Neben den Arbeiten im Innenraum wurde der gesamte Unterboden entrostet, gereinigt und konserviert. Dazu gehörten Arbeiten wie der Austausch der Blattfedern, Stoßdämpfer, Standheizung, des Gastanks sowie des Diesel- und Abwassertanks.

Im nächsten Abschnitt beschäftigen wir uns mit dem Themenkomplex Strom-Wasser-Gas. Dabei geben wir euch einen Einblick, wie wir die Ressourcenfrage gelöst haben und wie Fritz autark geworden ist.

Versorger

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25.02.2025

Gas


Der festverbaute 22-kg-Gastank unter dem Fahrzeug wurde zur vorgeschriebenen Prüfung nach Bayern geschickt, die alle zehn Jahre durchgeführt werden muss. Das Gas wird für die Küche genutzt, wobei ein zusätzlicher Außenanschluss das Kochen im Freien ermöglicht. Zudem versorgt es den Warmwasserboiler. Um das System betriebsbereit zu machen, wurden neue Gasleitungen gebogen und verlegt. 

 

Mit einer Gasfüllung kommen wir etwa drei Monate aus.

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Wasser


Unter der Küche wurde ein neuer, größerer 85-Liter-Frischwassertank installiert. Er versorgt das Waschbecken, einen Außenanschluss, die Kaltwasserversorgung der Dusche sowie den neuen 10-Liter-Warmwasserboiler.


Das System umfasst eine zweifache Filterung: einmal vor der Befüllung des Tanks und einmal vor der Nutzung des Wassers. Dadurch werden Verunreinigungen, Bakterien und Chemikalien entfernt, sodass das Wasser bedenkenlos trinkbar ist.


Die Reichweite einer Tankfüllung variiert je nach Nutzung. Wenn wir extern duschen können, reicht das Wasser etwa sechs Tage. Müssen wir die Dusche im Fahrzeug nutzen, verkürzt sich die Versorgung auf etwa drei Tage.

 

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Strom


Um eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten, wurden alle Verbraucher sorgfältig berechnet. Neben bedarfsbezogenen Geräten wie Licht und Steckdosen für mobile Endgeräte musste auch der Kühlschrank dauerhaft mit Strom versorgt werden. Da die Spannungen im Landstromnetz je nach Region variieren, sollte das System zudem vollständig autark funktionieren.


Auf dem Dach wurden vier Solarpanele mit jeweils 100 Watt möglichst großflächig installiert. Sie sind auf Aluprofilen montiert und können bei Bedarf hochgeklappt werden, um den darunterliegenden Stauraum zu nutzen. Zusätzlich lädt ein Ladebooster die Bordbatterie während der Fahrt auf.


Wir entschieden uns für eine 12V-LiFePo-Batterie mit 300 Ah. Ein 3-in-1-Wechselrichter ermöglicht die Nutzung der 220-Volt-Steckdosen und die effiziente Einspeisung der Solarenergie.
Dank dieser nachhaltigen Energiequellen sind wir unabhängig von externer Stromversorgung.

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